
Unser Bauprinzip der amerikanischen Holzrahmenbauweise basiert
auf dem alten und bewährten Fachwerkbau. Man beginnt damit, den Wandkern
zu bauen - in Form eines Gerüstes aus Holz. Dieses Gerüst wird mit
Platten beplankt, so dass die Konstruktion Stabilität bekommt.
Nachdem die Wandkerne einer Etage stehen, wird eine Geschossdecke auf die Wände
gesetzt, die wiederum beplankt wird. Stockwerk um Stockwerk wird so verfahren,
bis zum Dachstuhl.
Der Wandkern bietet Platz.
Er nimmt alles an Leitungen und Dämmstoffen
auf, was man in einem Haus braucht.
Nach Außen hin braucht dieser Wandkern einen Schutz vor der Witterung:
Er bekommt eine Fassade. Auch nach Innen erhält er eine Schutzschicht.
Meist werden hierfür Gipsbauplatten verwendet, aber auch andere Materialien
sind einsetzbar (Sichtmauerwerk oder Holz).
Zuerst werden die Fundamente gegossen: Entweder Streifenfundamente, Keller
oder Bodenplatte. Hier haben wir Streifenfundamente dargestellt, d. h. ein Betonring,
der bis unter die Frostgrenze reicht und ca. 30 cm aus dem Erdreich herausragt.
Hierauf wird eine Geschossdecke gebaut und verankert. Sie besteht aus Kanthölzern,
die alle 40 cm gesetzt werden. Auf dieses Gerippe werden OSB- bzw. Sperrholzplatten
verleimt und vernagelt.
Nun hat man eine Decke auf der die Außenwände gebaut und aufgerichtet
werden. Provisorische Streben stützen die Wandkonstruktion. Die Außenwände
werden mit OSB-Platten beplankt. (Die hier nicht dargestellt sind.)
Eine zweite Geschossdecke wird auf die Wände des Erdgeschosses gebaut.
Bei der Geschossdecke des zweiten Stockwerk verwenden wir Doppel-T-Träger
aus Holz (TJI), die große Spannweiten überbrücken können
und die schalldämmend wirken.
Die Firstpfette und die Sparren bilden das Dachgerüst. Hier verleihen
Kehlbalken dem Dach Stabilität. Wenn die Architektur offene Decken bis
zum First verlangt, können Kehlbalken durch andere Konstruktionen ersetzt
werden. Wie die Decken und Wände wird das Dach mit OSB-Platten beplankt.
Nun werden Fenster und Außentüren eingesetzt, das Dach gedeckt und
die Fassade montiert. Dann bauen wir die Holzkonstruktion der Innenwände
und der Treppe. Damit ist unser Ausbauhaus fertig.
Für die schlüsselfertige Variante stehen nun noch folgende Arbeiten
an (die der Bauherr auch ganz oder teilweise selbst übernehmen kann):
- Leitungen und Rohre verlegen
- Wände und Decken dämmen
- Wände und Decken mit Gipsbauplatten beplanken und verspachteln
- Schreinerarbeiten (Türen einbauen und Fensterlaibungen einbauen, Tür- und
Fensterblendrahmen setzen, Fußleisten anbringen, Treppenstufen montieren)
- Malerarbeiten.
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